Stausee Kaprun: Die Hochgebirgsstauseen Mooserboden & Wasserfallboden

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Der Stausee Kaprun ist eigentlich ein Doppelpack: Oberhalb der Gemeinde Kaprun liegen die beiden Hochgebirgsstauseen Mooserboden und Wasserfallboden auf rund 2.000 Metern Seehöhe, am Rand des Nationalparks Hohe Tauern im Bundesland Salzburg. Die Auffahrt mit Transferbus und Schrägaufzug ist schon für sich ein Erlebnis, oben warten Staumauerführungen, Wanderwege und eine große Sonnenterrasse. Vom Chalet Kaprun aus sind Sie in wenigen Autominuten an der Talstation im Kapruner Tal.

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Stausee Mooserboden in Kaprun: Blick über die Staumauer auf den türkisgrünen See und schneebedeckte Berge
Der Stausee Mooserboden auf 2.040 m Seehöhe. © VERBUND, Johannes Wiedl

Mooserboden & Wasserfallboden: Wunderwerk der Technik im Hochgebirge

Türkisgrünes Wasser, dahinter die Gletscher der Hohen Tauern und das Große Wiesbachhorn: Der Mooserboden-Stausee liegt auf 2.040 Metern Seehöhe und ist der obere der beiden Kapruner Speicherseen. Gehalten wird er von zwei mächtigen Sperren. Die Staumauer am Mooserboden, die Moosersperre, ist 107 Meter hoch und 494 Meter lang, die benachbarte Drossensperre bringt es sogar auf 112 Meter. Zusammen mit dem tiefer gelegenen Wasserfallboden-Stausee speichern die Seen über 160 Millionen Kubikmeter Wasser für die Stromerzeugung aus Wasserkraft.

Errichtet wurden die Sperren in den Nachkriegsjahren beim Bau der Kraftwerksgruppe Kaprun, bis heute betreibt der Stromkonzern Verbund die Anlage und öffnet sie in den Sommermonaten für Besucher. Hier greifen Natur und Technik ineinander wie kaum an einem anderen Ausflugsziel der Region: Wie die Mauern gebaut wurden und was sie leisten, zeigt die frei zugängliche Ausstellung „Erlebniswelt Strom & Eis“ direkt an der Moosersperre.

Luftaufnahme der Hochgebirgsstauseen Kaprun mit Mooserboden, Wasserfallboden und umliegenden Bergen
Beide Speicherseen auf einen Blick. © Zell am See-Kaprun Tourismus, JFK

Stausee Kaprun: Öffnungszeiten & Preise 2026

Die Besuchersaison an den beiden Kaprun Stauseen läuft 2026 vom 22. Mai bis 11. Oktober. Die erste Auffahrt startet um 8:10 Uhr, die letzte um 15:30 Uhr (Stand: August 2026, Quelle: Verbund).

Saison22. Mai bis 11. Oktober 2026
BetriebszeitenMai, Juni, Sept., Okt.: 8:10–16:45 Uhr
Juli & August: 8:10–17:00 Uhr
Letzte Auffahrt: 15:30 Uhr
Erwachsene (Berg- & Talfahrt)39,50 €
Kinder 6–15 Jahre22,00 € (bis 5 Jahre kostenlos)
Familienkarte (2 Erw. + bis zu 3 Kinder)101,00 €
Hund9,00 €
Staumauerführung (Zusatzticket)12,00 € / Kinder 8,00 €

Gut zu wissen

Mit der Zell am See Sommerkarte ist die komplette Auffahrt inklusive. Als Gast im Chalet Kaprun bekommen Sie die Karte beim Check-in, das Chalet ist offizieller Partnerbetrieb (Stand: Sommerkarten-Booklet 2026). Zwischen 15. Juli und 15. September gilt die Leistung erst ab dem zweiten Aufenthaltstag.

Für 2026 hat der Betreiber Bauarbeiten angekündigt, stellenweise kann es zu Lärm und geänderter Besucherführung kommen.

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Auffahrt: Mit Transferbus & Lärchwand-Schrägaufzug auf 2.000 Meter

Mit dem eigenen Auto geht es nur bis zum Kesselfall-Parkhaus am Ende des Kapruner Tals, die Hochgebirgsstraße selbst ist für Privat-Pkw gesperrt. Ab dort übernimmt der Betreiber:

  1. Parken oder Bus: Parkhaus Kesselfall (erste Stunde frei, Tagestarif 5 €). Ohne Auto bringt Sie die Buslinie 660 von Kaprun bis zum Kesselfall, für Übernachtungsgäste mit dem Guest Mobility Ticket kostenlos.
  2. Transferbus: Vom Kesselfall fahren die Busse laufend nach Bedarf bergwärts, einen Fahrplan brauchen Sie nicht.
  3. Lärchwand-Schrägaufzug: Europas größter offener Schrägaufzug überwindet 431 Höhenmeter, die Kabine fasst eine ganze Busladung.
  4. Zweiter Bus: Das letzte Stück geht wieder per Bus, vorbei am Wasserfallboden bis zur Moosersperre auf 2.040 Metern.

Rechnen Sie für die gesamte Auffahrt mit rund 45 Minuten. Frühaufsteher nehmen an Sommerwochenenden den Bergsteigerbus um 6:45 Uhr ab Kesselfall.

Staumauerführung, Erlebniswelt & Wandern am Mooserboden

Zwei Kletterer im Klettersteig an der Staumauer, im Hintergrund Stausee und schneebedeckte Berge
Klettersteige direkt an der Sperre. © Zell am See-Kaprun Tourismus

Staumauerführung durch die Moosersperre

Bei der Führung „Erlebniswelt Strom“ gehen Sie hinein in die 107 Meter hohe Mooserboden-Staumauer, rund eine Stunde lang, mitten durch die Kontrollgänge (12 €, Kinder 8 €, Stand: August 2026). Wer lieber draußen bleibt: Die beiden Ausstellungen zu Kraftwerksbau und Gletschern am Fuß der Mauer kosten nichts.

Wandern rund um die Stauseen

Der Mooserboden ist ein dankbarer Ausgangspunkt für Wanderungen: Der Klassiker ist der Erlebnisweg zur Fürthermoar Alm, 45 Minuten pro Richtung, 237 Höhenmeter, mit Blick auf See und Gletscher. Wer mehr will, findet markierte Wege Richtung Gletschervorfeld und auf umliegende Aussichtsgipfel, dazu im Sommer geführte Touren des Betreibers.

Klettersteig an der Staumauer

Der MOBO 107 verläuft direkt an der Moosersperre und ist damit der höchste Staumauer-Klettersteig der Welt: rund 240 Meter, Schwierigkeit A/B mit C-Variante, Einstieg über einen kurzen Flying Fox. In der Klettersteigarena Höhenburg warten außerdem drei Klettersteige in unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden. Geführte Touren und Setverleih gibt es vor Ort (Stand: August 2026).

Einkehr im Bergrestaurant Mooserboden

Das Bergrestaurant Mooserboden sitzt auf 2.040 Metern über dem See, mit großer Sonnenterrasse, Spielplatz und Klassikern wie Kaiserschmarren und Kaspressknödeln. Für die Jause zwischendurch reicht auch der Kiosk an der Sperre.

Tipps für Ihren Ausflug zu den Stauseen in Kaprun

  • Warm anziehen: Im Hochgebirge auf 2.000 Metern ist es gut zehn Grad kühler als im Tal, eine Windjacke gehört auch im Hochsommer ins Gepäck.
  • Zeit einplanen: Mit Auffahrt, Führung und kleiner Wanderung ist der Besuch der Stauseen ein Tagesausflug, ein halber Tag ist das Minimum.
  • Mit Kindern: Busfahrt und der größte Schrägaufzug Europas sind für die meisten Kinder das eigentliche Highlight, der Spielplatz beim Restaurant der zweite Grund zum Bleiben. Bis 5 Jahre ist die Auffahrt kostenlos.
  • Mit Hund: Vierbeiner dürfen an der Leine mit (9 € für die Auffahrt). Alle Regeln auf unserer Seite Urlaub mit Hund in Zell am See-Kaprun.
  • Kombinieren: Die Sigmund-Thun-Klamm liegt am Weg ins Kapruner Tal, vormittags Klamm und nachmittags Stauseen ergeben einen runden Tag.
  • Beste Zeit: Vormittags ist die Sicht meist am klarsten, im September stehen die Chancen auf stabile Fernsicht am besten.

Ihr Quartier im Tal: Chalet Kaprun

Die Talstation am Kesselfall liegt vom Chalet Kaprun aus praktisch vor der Haustür, Sie fahren also los, wenn andere noch im Anreisestau stehen. Als offizieller Partnerbetrieb der Zell am See Sommerkarte gibt es die Karte bei uns zum Check-in dazu, die Auffahrt zu den Stauseen ist damit bereits bezahlt. Nach dem Tag im Hochgebirge wartet die finnische Sauna im Erdgeschoss, vom Schreinermeister gebaut, mit eigenem Außenbereich davor. Platz gibt es für bis zu 10 Personen in 6 Schlafzimmern, dazu Küche, Terrassen und 1.000 m² Grundstück, Hunde sind willkommen. Ideal, wenn Familie oder Freunde den Stauseen-Tag gemeinsam ausklingen lassen wollen.

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Häufige Fragen zum Stausee Kaprun

Was kostet die Auffahrt zum Stausee Kaprun?

Berg- und Talfahrt kosten 39,50 € für Erwachsene und 22,00 € für Kinder von 6 bis 15 Jahren, die Familienkarte 101,00 € (Saison 2026). Mit der Zell am See Sommerkarte ist die Auffahrt inklusive.

Kann man mit dem Auto zum Mooserboden fahren?

Nein. Privat-Pkw parken im Kesselfall-Parkhaus, ab dort geht es mit Transferbus und Lärchwand-Schrägaufzug hinauf. Genau das macht den Ausflug auch mit Kindern spannend.

Wie lange dauert die Auffahrt?

Rund 45 Minuten pro Richtung, inklusive Umsteigen zwischen Bus und Schrägaufzug. Die Busse fahren laufend, feste Abfahrtszeiten gibt es nicht.

Wie viel Zeit sollte man einplanen?

Mindestens einen halben Tag. Mit Staumauerführung, Wanderung zur Fürthermoaralm und Einkehr wird bequem ein ganzer Tag daraus.

Ist der Stausee Kaprun mit der Sommerkarte gratis?

Ja, die Auffahrt ist als Premiumleistung komplett enthalten (Stand: Booklet 2026). In der Hochsaison vom 15. Juli bis 15. September gilt sie dafür erst ab dem zweiten Aufenthaltstag. Chalet-Gäste erhalten die Sommerkarte automatisch beim Check-in.

Kann man am Mooserboden wandern?

Ja. Der Erlebnisweg zur Fürthermoar Alm ist mit 45 Minuten und 237 Höhenmetern die beliebteste Runde, dazu kommen alpinere Wege und geführte Touren.

Ist der Ausflug mit Kindern machbar?

Gut sogar: Busfahrt, Schrägaufzug, Staumauer und Spielplatz beim Restaurant ergeben ein komplettes Kinderprogramm. Kinderwagentauglich ist die Tour wegen der Busse allerdings nur bedingt, besser ist eine Trage.

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